Lebenskuehe - Lebenstiere  Mu(h)t zu neuen Wegen                            

              

Unsere Hühnergruppe

"Bei uns dürfen auch Hühner einfach um ihrer selbst Willen leben und nach Herzenslust herumlaufen, scharren und sich laut gackernd miteinander unterhalten."

Auf Stoppels offenem Lebenshof lebt eine buntgemischte Gruppe Hühner. Sie besteht aus den Hühnern, die schon auf dem Hof  lebten, als er noch kein Lebenshof war und aus weiteren später dazugekommenen Hühnern, die gerettet wurden. Einige brachte das Veterinäramt aus schlechten Verhältnissen, einige stammen aus einer privaten Rettung und einige aus einem Legebetrieb in Bayern, die „Rettet das Huhn“ im Dezember 2016 dort mit weiteren insgesamt 4500 Hühnern herausgeholt hat. Ganz aktuell sind im Februar 2017 noch zwei Jersey Giant Damen dazu gekommen. Die beiden hätten eigentlich geschlachtet werden müssen, weil ihr Eigentümer auf Grund der Stallpflicht wegen der Geflügelpest 2016/2017 keinen Platz mehr für alle seine Hühner hatte. Sie waren ihm dafür aber zu schade und er übergab sie deshalb an unseren Lebenshof.


Die ältesten Hühner sind 2010 geschlüpft und haben damit schon ein relativ hohes Alter erreicht. Es ist eine sehr buntgemischte Gruppe, die meisten sind nicht direkt einer Rasse zuzuordnen, da auf dem Hof bisher niemand Interesse hatte, Rassestandards einzuhalten. Sie sind daher eine Mischung aus Westfälischen Totlegern, Brahmas, Altenglischen Kämpfern und Wyandotten. Aber auch unsere Lohmannlegehennen haben sich – obwohl sie eigentlich unfruchtbar sein sollen und ihnen der Bruttrieb weggezüchtet wurde - erstaunlicherweise doch noch vermehrt und es sind prächtige große Hühner dabei herausgekommen. Seit 2015 gibt  es auf dem Hof keine Hähne mehr, da es durch die Brutfreudigkeit unserer Damen trotz aller Kontrollen doch immer wieder zu Nachwuchs kam.

Unsere Hühner haben einen großen Stall, können aber tagsüber frei nach draußen. Am Eierlegen können wir sie nicht hindern, aber wir tun alles dafür, dass es nicht zu viele werden und die Hühner dadurch nicht übermäßig ausgelaugt werden. Insbesondere bei den Leghorn-Hennen und den Lohmann-Hennen, die extra fürs Eierlegen qualgezüchtet wurden, stoßen wir dabei aber an Grenzen. Unseren Hühnerstall reinigen wir jeden Tag, wir füttern sie mit Getreide, Obst und Gemüse, sie bekommen Mineralstoffe und Vitamine sowie Muschelgrit, den sie für ihre Verdauung brauchen. Mit tierischem Eiweiß versorgen sie sich selbst und sie bekommen einen großen Teil der Eier, die sie legen und deren Schalen wieder zurück.

Die Geflügelpest, die Ende 2016 wieder einmal ausbrach, zwingt uns dazu, unsere Hühner einzusperren, denn Hessen hat am 22.11. eine landesweite Stallpflicht verhängt. Zum Glück haben wir eine recht große Stallfläche, wo unsere Hühner wenigstens scharren, picken und sonnenbaden können.

Wir sind sehr aktiv im Kampf gegen die GeflügelpestVerordnung und tun alles dafür unsere Hühner vor einer möglichen Keulung durch die Ämter zu schützen. Da es so aussieht, dass wir immer wieder von der staatlich verordneten Stallpflicht überzogen werden, werden wir versuchen, ein Grundstück zu kaufen, das an den Hühnerstall angrenzt und dort einen überdachten Auslauf für unsere Hühner zu bauen.

Hühner sind keine Kuscheltiere, sie sind aber neugierig und menschenfreundlich. Kranke Hühner, die wir selbstverständlich unserer Tierärztin vorstellen und gesund pflegen, entwickeln aber immer wieder eine enorme Bindung zu uns. Paten, die ihre Hühner besuchen wollen, können sie füttern und beobachten und vielleicht sogar das eine oder andere Huhn auch auf den Arm nehmen.

Patenschaft für die Hühner übernehmen